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Bern - Die Nespresso-Kaffeekapseln von Nestlé erhalten Konkurrenz. Der frühere Nespresso-Chef Jean-Paul Gaillard startet in sechs bis acht Wochen die Produktion in Frankreich, dem grössten Nespresso-Markt. In der Schweiz sind die Kapseln, die in die Nespresso-Maschinen passen, nicht vor Ende Jahr erhältlich. (bert/sda)
Die Kapseln sind mit den herkömmlichen Nespresso-Maschinen kompatibel. (Symbolbild)
Die Produktion in Frankreich begründete Gaillard in einem Interview mit der Zeitung «Sonntag» mit dem einfacheren Vertrieb im EU-Raum. Zudem sei die Rechtssprechung in der EU viel konsumentenfreundlicher als in der Schweiz. In der Schweiz werde Konkurrenz oft verhindert.
Dass hierzulande Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen könnten, sieht auch Gaillard. Eine zweite Fabrik soll daher in der Westschweiz gebaut werden. «Als ich Nestlé-Espresso entwickelt habe, hat das Arbeitsplätze in der Schweiz geschaffen. Ich möchte, dass sie hier bleiben.»
Der Verkauf ist laut Gaillard ein «Kinderspiel»: «Internationale Detailhandelsketten wie Carrefour oder Rewe rufen uns an. Auch Le Shop, der Internet-Supermarkt der Migros, interessiert sich.» Gaillard zeigte sich überzeugt, dass sein Produkt keine Nespresso-Patente verletze. Er habe eine Patentlücke entdeckt.
Im Unterschied zu den herkömmlichen Nespresso-Kapseln aus Aluminium sind die Imitate biologisch abbaubar. Die Kapseln sollen für 35 bis 37 Rappen verkauft werden, während jene von Nestlé 45 bis 50 Rappen kosten. Nespresso ist seit einiger Zeit der Wachstumstreiber des Waadtländer Nahrungmittelkonzerns Nestlé.
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